Adventsfahrt ist TRG-Tradition

Auch in diesem Jahr war das Interesse am gemeinsamen Gänsekeulen-Essen groß. Traditionell wird die Ausfahrt gemeinsam mit den Ruderkameraden der SG Bayer unternommen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, wurden 2019 zwei Fahrten organisiert: eine Tagesfahrt nach Grünau mit Einkehr bei „Hanffs Ruh“ und eine Wochenendfahrt vom Wannsee nach Werder. Beide Angebote fanden regen Zuspruch.

Vom Wannsee starteten 10 WanderruderInnen mit Booten, die die SG Bayer freundlicherweise zur Verfügung stellte. Natürlich war es kalt, aber im Laufe des Samstages kam die Sonne hinter den Wolken hervor, so dass die Fahrt über die kleine Wannseekette und durch Potsdam sehr angenehm verlief. Außer uns waren nur Ruderer anderer Vereine auf dem Wasser und selten eine Schubeinheit. Nach der Pause am – leider seit langem geschlossenen – Potsdamer Seekrug ging es weiter über Caputh und den Schwielowsee durch die Baumgartenbrücke in Richtung Werder. Ein mäßiger Gegenwind zwang den Steuerleuten Mützen, Handschuhe und die dicksten Jacken auf, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Bei der Ankunft lag die Insel mit Kirche und Windmühle romantisch im tiefen Sonnenlicht.

Die erwarteten Gänsekeulen waren in einem italienischen Restaurant vorbestellt. Dort fanden sich nach kurzem Rundgang über den Weihnachtsmarkt bald alle ein und genossen die Wärme genauso wie das gute Essen. Übernachtet wurde im Ruderklub Werder, wo wir uns am Sonntag unser mitgebrachtes Frühstück anrichteten.

Dem Wetterbericht entsprechend legte der Wind sich über Nacht, zum Aufstehen gegen 7 Uhr sah es draußen recht frostig aus und während wir uns noch warm einpackten, zog dichter Nebel auf.

Die um 9 Uhr geplante Abfahrt musste bis halb elf Uhr verschoben werden, bis die Konturen des gegenüberliegenden Ufers wieder erkennbar waren. Dafür ging es danach bei spiegelglattem Wasser über den See und nur von Wildvögeln beobachtet durch die Wublitz in Richtung Sacrow-Paretzer Kanal. Am Ende des Kanals und in Sichtweiter der Glienicker Brücke und der Sacrower Heilandskirche kam das Gespräch im Boot auch auf die ehemalige Grenze zwischen West-Berlin und dem Umland. Alle waren sich einig, dass wir sehr froh darüber sind, dass es diese Grenze nicht mehr gibt und wir nach Lust und Wetter von Treptow bis zum Wannsee, von Werder um die Pfaueninsel herum und nach Spandau fahren könnten.

Nach einer kurzen Pause auf der Insel Kälberwerder erreichten wir den Steg am Ruderclub am Wannsee gegen 15.30 Uhr, gerade noch rechtzeitig, um die Boote vor dem Dunkelwerden in die Halle zu bringen. Zufrieden mit der schönen Adventstour und der harmonischen Stimmung in den Booten traten wir den Heimweg an.

von Elke Menzel

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