Steg der Treptower Rudergemeinschaft zerstört – Verdächtiger ermittelt – Wiederherstellung noch ungeklärt

Am Morgen des 6. Januars bot sich dem Trainer der Treptower Rudergemeinschaft Maik Kunert ein trauriges Bild als er auf den Bootsplatz des Rudervereins trat. An Stelle des langen Betonsteges lag ein Trümmerfeld. Mit Wucht musste sich kurz vor 9 Uhr am Samstagmorgen ein Boot oder eine Schubeinheit auf den Steg zubewegt haben. Der Schlamm schwebte noch frisch aufgewühlt im Wasser, vom Täter fehlte aber jede Spur. 15 Meter Beton und Eisen, die es seit Jahrzehnten ermöglicht hatten, Achter, Vierer und Kleinboote auf Fahrten gen Oberbaumbrücke, Müggelsee und weiter zu schicken, liegen seitdem zerbrochen in den Fluten der Spree. Der Verursacher muss fast unversehrt davongekommen sein.

Die Treptower Rudergemeinschaft ist ein gemeinnütziger Sportverein mit knapp 200 Mitgliedern, der sich dem Breitensport verschrieben hat und regen Zulauf verzeichnet, dessen Kassen jedoch knapp sind. Eine Investition in einen neuen Steg stellt für den Verein eine unvorhergesehene Investition dar, die ohne Beihilfe auf Kosten des Erhalts von Bootspark und Haus gehen wird. Nur mit einem wieder aufgebauten Langsteg kann der Ruderbetrieb fortgeführt werden. Noch 2016 wurde das Engagement und die Kreativität der Mitgliedergewinnung der TRG mit dem 4. Platz des DRV-Vereinspreises ausgezeichnet. In 8 Jahren hatte sich die Mitgliederzahl verdreifacht.

Der Ruderbetrieb soll nun weitergehen, denn die Rudergemeinschaft trainiert ganzjährig auf dem Wasser. Das Training der Achter muss jedoch bis auf Weiteres eingestellt werden und auch das Training mit kleineren Booten kann vom verbleibenden kurzen Steg nur eingeschränkt fortgesetzt werden.

Laut polizeilicher Ermittlungen hat höchstwahrscheinlich ein Gütermotorschiff den Schadensfall verursacht. Noch ist jedoch ungeklärt, ob der Verursacher oder seine Versicherung für den Neubau des Steges aufkommen wird.

Spenden für einen neuen Steg sind daher herzlich willkommen:Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

 

ODER direkte Überweisung an:

Bankverbindung:
Name der Bank: Berliner Volksbank
IBAN: DE64 1009 0000 3947 3390 00
BIC: BEVODEBB
Verwendungszweck: Stegspende

 


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Rudern im Winter und die Sicherheit

Ja, die ganz Harten rudern so lange bis das Eis zu dick ist. Aber vorsicht! Gerade bei niedrigen Temperaturen gerät man leicht in Lebensgefahr. Rettungswesten sollten daher eine Selbstverständlichkeit sein, insbesondere wenn es im Einer oder Zweier ohne Begleitung aufs Wasser gehen soll.

Informationen zu den Gefahren und deren Begegnung findet Ihr anschaulich in einem Rudersport-Artikel  sowie in einer Vortragspräsentation des Berliner Rudersymposiums 2006.

Als rudertaugliche und preisgünstige Rettungsweste sei die Compass Compact II (auf die Version mit Automatik achten!) empfohlen. Speziell an Ruderbedürfnisse angepasst ist eine Westen-Schwimmhilfe Kombination von NewWave.

Kinder und Jugendliche trainieren grundsätzlich nur in Begleitung eines Motorbootes und mit den vorhandenen NewWave Schwimm-Ruderwesten.

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Ruderherbst – „Quer durch Berlin“ und „Silberner Riemen“

Nun sind sie vorbei, die letzten Regatten dieses Ruderjahres. Die Blätter fallen von den Bäumen und die immer kürzeren Tage kündigen den Ruderwinterschlaf an. Zeit für eine Rückschau auf die letzten Wochen – und ein kleines bisschen Jahresendwehmut!

Die Langstrecke „Quer durch Berlin“ ist ein fester Termin für unsere TRG. Mit 4 Doppel-Vierern und unserem Achter meldeten wir in diesem Jahr ein beachtliches Aufgebot für die knapp 7 km durch das Wasserstraßenherz Berlins….

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Zwischen den Beinen oder in den Beinen – vom Achtertraining

Jeder Mensch, der schon mal die Bootshalle eines Rudervereins von Innen gesehen hat, weiß: Hier liegen einige Boote, die toll und neu aussehen und viel gerudert werden. Und es gibt andere, die eher alt, schwer und klotzig wirken und dementsprechend eher selten gerudert werden. Dann gibt es noch die kleinen Boote – 1er und 2er – und es gibt in eigentlich jeder Bootshalle die großen, ja, die richtig großen Boote. Die Achter. Und genauso ist es auch bei der TRG: Alle werden begrüßt vom C-Doppelachter „Deutschland“ und zwei Lagen drüber der „Berlin“, einem ehrwürdigen Empacher Renn-Riemenachter, der in grauer Vorzeit sogar von Olympia-Goldmedaillen-Siegern gerudert wurde – so erzählt man’s sich zumindest mittwochabends beim Vereinstag. Die staatstragenden Namen dieser beiden Boote verleihen ihnen zweifelsohne – neben ihrer schieren Länge – zusätzliche Aura, vielleicht sogar etwas zuviel davon. Während die „Deutschland“ recht regelmäßig Spreewasser unter den Kiel kriegt, fristete die „Berlin“ in den letzten Jahren eher das Schicksal eines Ausstellungsstücks. Einmal im Jahr, im Zeitraum September-Oktober, erbarmten sich acht Skuller*innen, befreiten das gute Stück von seinen Spinnweben und traten bei den Regatten “Quer durch Berlin” oder “Silberner Riemen” an – teilweise mit beachtlichen Ergebnissen.

(Danke an Sina für das tolle Video!)

Da die TRG ein lebendiger und recht dynamischer Verein ist, fand sich im vergangenen Frühjahr eine Gruppe an Leuten, die sich zum Ziel setzte die „Berlin“ in Schwung zu bringen, mit ihr zu trainieren und die eigenen Riemen-Fähigkeiten in und mit dem Boot regelmäßig zu schulen. Die Gruppe wuchs und wuchs und schnell waren es um die 16 Leute, die die Lust und auch den nötigen Ehrgeiz mitbrachten, um dem Ziel das Boot ordentlich zu rudern näher zu kommen.

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Rudern wie Gott in Frankreich

 

“Lac de cuisine“

war das erste französische Wort, mit dem sich unser kleines frankophiles Team schon leicht übermütig aufs große Frankreichabenteuer einübte. Noch vor Ort in Ratzeburg, von wo aus unser aufwändiges Ruderwanderprojekt am späten Nachmittag an Frankreichs Nationalfeiertag (14. Juli) startete. 

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Deutsche Meisterschaften U17/U19/U23 in München vom 22.-25.06.

Bei den über vier Tage stattfindenden Meisterschaften sind drei Sportler aus unserer Trainingsgruppe in zwei Booten am Start: Yannick und Sven im U19-Doppelzweier  und Leon im U17-Leichtgewichtseiner, sehr gut vorbereitet und betreut von Maik. Im U19-Doppelzweier sind 14 Mannschaften gemeldet, im U17-Leichtgewichtseiner 30 Ruderer. Die Rennen werden unter www.rudern.de in einem sehr gut produzierten Videostream übertragen. Die Ergebnisse können unter http://live.regatta.de/event/25/schedule abgerufen werden.

Bericht Finals (Sonntag): Silber für Leon, herzlichen Glückwunsch! In einem sehr Weiterlesen

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Na, Lust zur Abwechslung mal auf der Straße und vorwärts zu rudern?

Jeder der rudert, weiß, dass es ein sehr schöner Sport ist. Was macht ihn aus? Die Rudergemeinschaft, das Wasser, die Fortbewegung, der Wettkampfgedanke, der Ehrgeiz bei der Jahreskilometerauswertung, das an der frischen Luft sein, etwas für den eigenen Körper tun oder schlicht die Freude am Rudern – je nach persönlicher Neigung werden bei jedem Ruderer die Gründe variieren. Für jemanden, der die Ruderbewegung und das Ganzkörpertraining schätzt, aber bspw. aus beruflichen Gründen nur wenig seinem Sport nachkommen kann, dem sei der nachfolgende, kurze Erfahrungsbericht zum Ruderfahrrad “ROWCYCLE” nahe gelegt. Weiterlesen

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Müggelseeachterregatta bei Ägir am Sonnabend, 24. Juni 2017, Start 13:00 Uhr

http://www.brc-aegir.de/der-ruderclub/mueggelseeregatta/

 

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Zwei Treptowerinnen auf der Alster – 28. Hamburger Staffelrudern

Nach drei Jahren Bauzeit ist das Hamburger Staffelrudern von ihrem Zwischenquartier beim Richtershorner Ruderverein an die Alster zurückgekehrt – und unsere Treptower Rudergemeinschaft war mit zwei Ruderinnen in einer Renngemeinschaft mit dem BRC Ägir am Start.

Beim neuen, sehr mondänden, todschicken Bootshaus vom Hamburger und Germania Ruder Club, der mehr einem Luxus-Wellness-Tempel als einem Bootshaus ähnelt, trafen sich am 10. Juni Vereins- und Renngemeinschaftsteams aus ganz Deutschland zum 28. Mal zum traditionellen Staffelrudern.

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Die Butterberge von Prieros – Das Trainingslager (2.-5.6.2017)

Rudern ist ein wundervoller Sport. Ja, darauf können wir uns schnell einigen. Frühmorgens flüssig durchs spiegelglatte Wasser zu gleiten, im Rhythmus der Mannschaft ruhig durch die Natur zu sausen, in – auch übertragenen Sinne -  Balance mit sich und seiner Umgebung.

Herrlich. Man kann kaum genug davon bekommen.

Doch das ist ja nichts Neues. Alter Tobak, tausend mal gehört. Langweilig. Darum lassen wir uns doch mal ein auf die Poesie des gesamten Ruder-Rituals. Beschäftigen wir uns mit den vermeintlichen Banalitäten, die dieser Sport so mit sich bringt. Dem wahren Alltag der Ruderinnen und Ruderer. Denn, ja, geneigte LeserIn: Es gibt sie, die vielzitierte Kehrseite der Medaille. Qualen, die man über sich ergehen lässt. Schmerzen. Blasen an den Händen, zu wenig Schlaf, krachende Rückenwirbel beim Schleppen irgendwie doch zu schwerer Boote. TrainerInnen, die nochmal „10 Harte“ wollen. Schlagmänner/-frauen, die kein anderes Ziel als eine 30er-Fequenz haben. Stundenlanges Ab- und Anriggern. Endlose Kommando-Folgen. Dann wieder: 10 Harte. Wind. Regen. Wellen. Schmerzen im Hintern. 10 Harte. Hunger. Und die immer wiederkehrende Enttäuschung, dass Hirschtalg kein Allheilmittel ist.

Und was eignet sich demnach besser für einen weitgreifenderen Blick auf das Gesamterlebnis Rudern als ein Bericht über ein Trainingslager der Treptower Rudergemeinschaft? Richtig. Nichts. Weiterlesen

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